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Viele Männer halten sich, glaubt man ihren lautstarken Aussagen am Stammtisch, für die Experten beim Verständnis der Frauen. Dass dies sicher höchstens in einem einstelligen Prozentbereich wirklich zutrifft, kann sich wahrscheinlich nicht nur jede Frau vorstellen. Ob es anders herum viel besser aussieht, sollte hier auch nicht wirklich diskutiert werden. Die Frage bleibt aber im Raum: Wer ist denn nun für was der "Experte"? Gibt es denn wirklich den Experten, der die Wünsche der meisten Männer richtig versteht? Oder ist es doch so, dass Mann sich nur selbst am besten versteht?

Gerade das Einkaufen ist bis heute nicht gerade eine Männerdomäne. Nur eine sehr überschaubare Anzahl von Männern können die Befriedigung vieler Frauen beim stundenlangen Begehen eines einschlägigen Einkaufstempels nachvollziehen, ja gar nacherleben. Der Mehrzahl bleibt diese Erkenntnis verwährt. Durch die zunehmende "Singleierung" in der modernen Kommunikationsgesellschaft bleibt aber dem Mann mitunter gar nichts anderes mehr übrig, als sich selbst um seine Einkäufe zu kümmern. Und da Männer ja alles möglichst effektiv gestalten wollen, ist ein unzielgerichtetes Schlendern durch eine Einkaufspassage eher ein Tabu. Mann geht nur in den Laden, wenn er genau weiß, was er braucht. Meistens jedenfalls.

Der unbestreitbare Vorteil der weiblichen Einkaufsstrategie besteht im Sammeln unzähliger Daten, welche spätere Kaufentscheidungen entweder extrem beschleunigen, qualitativ sicherstellen oder sehr preiswert gestalten und darüber hinaus ein vorausschauendes Bedarfsdenken erwachsen lassen. Um auch als Mann beim Shoppen auf diese "Datenbank" zurückgreifen zu können, wird fast immer ein Hilfsmittel benötigt. Im Idealfall eine einkaufserfahrene Frau. Oder einen "Experten", der diesen Sevice der gesicherten Beratung zur Verfügung stellen kann.

Da heute das reale und virtuelle Einkaufen gleichberechtigt nebeneinander existieren, betrachten wir da mal die Details. Die Kaufentscheidung ist zwar immer sehr subjektiv beeinflusst, unterliegt aber gesicherten Grundfaktoren wie Angebotsvielfalt, Preisniveau, Markenbewusstsein, Erfahrungen oder Empfehlungen. Besonders letzter Faktor ist ein großer Vorteil für das Online-Geschäft, da hier zunehmend mit Kundenrezessionen ein Produkt in seiner Usability aus Nutzersicht angeboten werden kann. Durch die immer weiter fortschreitende mobile Vernetzung wird sich dieser Vorteil allerdings bald auch der realen Einkaufswelt zur Verfügung stellen.

Ich suche z.B. nach Skihosen Herren, betrete das Sportgeschäft, lasse mich von jungen dynamischen Verkäufern auf ein paar Modelle beraten, ziehe mein Smartphone aus der Tasche, scanne den QR-Code der Hosen, starte eine App und bekomme in wenigen Sekunden angezeigt, welche meiner skierfahrenen Freunde aus den sozialen Netzwerken meines Vertrauens mit diesen Hosen bereits Erfahrungen gemacht haben. Dieses Prinzip, dass man den Empfehlungen echter Freunde als letztes Argument einer Kaufentscheidung folgt, steckt in seiner Einbindung sicher noch in den Kinderskihosen.

Über eine entsprechende App in Verbindung mit diesem Onlineportal, welches sich eben auf beratende "Expertisen" für die einkaufende Männerwelt spezialisiert, könnte die Kaufentscheidung für viele Männer effektiver beeinflussbar werden.